Einem Kunden nur den Teil deines Kalenders zeigen, der ihn angeht

Du hast einen Kalender, weil ein Leben mit einem Kalender funktioniert. Aber die Person, die nach deiner Verfügbarkeit fragt, hat nur mit einem Zehntel davon zu tun — und die anderen neun würdest du lieber für dich behalten.

Ein Schiedsrichter möchte, dass der Ansetzer sieht, welche Samstage für Spiele frei sind, nicht die Taufe. Ein Auftragnehmer möchte, dass ein Kunde die Tage sieht, die für sein Projekt reserviert sind, nicht die Namen der anderen Kunden. Nachhilfe, Fotografie, Vertretungsdienst, Übersetzung: jedes Mal dieselbe Form. Ein Ausschnitt deiner Woche gehört ihnen, der Rest ausdrücklich nicht.

Markiere, was ihnen gehört, und spiegle nur das

Schreibe ein Schlagwort in die Notizen der Termine, die diese Person betreffen, und gib dem Spiegel eine Regel, die nur markierte Termine kopiert. Alles andere in deinem Kalender bleibt, wo es ist. Das Ziel ist ein Kalender, den du mit dieser einen Person teilst, und er füllt sich mit genau den Blöcken, die sie sehen darf.

Die Einrichtung

  1. Wähle ein Schlagwort. Eine Raute und ein Wort: #ref, #acme, #praxis. Schreibe es in die Notizen jedes Termins, der zu dieser Beziehung gehört — nicht in den Titel.
  2. Lege einen Kalender an, teile ihn mit dieser Person, und verbinde deinen Hauptkalender damit.
  3. Gib dem Paar eine Auswahlregel: include, Schlagwort #acme. Nur Termine mit diesem Schlagwort werden kopiert. Ohne Regel wird alles kopiert, und das willst du hier nicht.
  4. Wähle die Projektion. Busy only, wenn nur der belegte Tag zählt; Copy details, wenn es auf den Titel ankommt.

Schlagwörter werden ohne Rücksicht auf Groß- und Kleinschreibung und als ganze Wörter verglichen, #ref und #ref-pokal sind also zwei verschiedene — genau so betreibst du mehrere davon nebeneinander. Ein Termin kann mehrere Schlagwörter tragen, und ein zweiter Spiegel mit eigener Regel nimmt sich seinen eigenen Ausschnitt. Aus den Kopien werden die Schlagwörter entfernt, sofern du sie nicht ausdrücklich behalten willst.

Die Gegenrichtung: alles außer

Manchmal ist die sinnvolle Regel die umgekehrte. Eine reject-Regel kopiert alles außer den markierten Terminen — nützlich, wenn der geteilte Kalender im Wesentlichen vollständig sein soll und nur eine Handvoll Dinge nie auftauchen dürfen. Und #nomirror in den Notizen hält einen einzelnen Termin aus allen Spiegeln zugleich heraus, inklusive dem Entfernen einer schon erstellten Kopie.

Die Falle, in die alle einmal tappen. Die Voreinstellung Copy details kopiert keine Notizen — soll also das Schlagwort selbst am Ziel ankommen, wähle Full copy oder die eigene Einstellung, die nur die Schlagwörter überträgt. Letztere schreibt ausschließlich die Schlagwörter in die Notizen der Kopie und lässt deinen eigentlichen Text zurück — meist genau das, was gemeint war.

Was das nicht löst

Schlagwörter stehen in den Notizen von Terminen, die du bearbeiten kannst, funktionieren also nur in deinen eigenen Kalendern — ein abonnierter Feed lässt sich nicht markieren, und dort wählst du stattdessen über die Eigenschaften des Termins aus: ganztägig, abgelehnt, frei, Dauer, ein Wort im Titel oder ein Zeitfenster. Und Markieren ist eine Gewohnheit: Ein Termin, den du zu markieren vergisst, kommt nicht herüber. Für die meisten ist das die richtige Fehlerrichtung — Schweigen statt Leck — aber man sollte wissen, in welche Richtung es schiefgeht.

Calendar Mirror holen — 2,99 € Was die App macht

Ein Kauf gilt für iPhone, iPad und Mac. Keine Accounts, keine Werbung, keine Datenerfassung. Ab macOS 14 oder iOS 17. Die Mac-Version lässt sich auch kostenlos aus dem Quellcode bauen. Die App selbst ist auf Englisch.

Weitere Anwendungsfälle